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Im vergangenen Jahr feierte der finnische Musiker und Komponist und, das darf nicht unterschlagen werden, Popstar Jimi Tenor seinen 60. Geburtstag.
Er hätte sich keinen passenderen Ort dafür vorstellen können als die Bühne, und so kam Tenor im März für zwei Konzerte nach Hamburg ins Westwerk, nicht
nur um sein persönliches Jubiläum zu feiern, sondern auch um Musik mit seiner neuen Band aufzunehmen. Teils mit dem Hamburger Produzenten Tobias Levin in dessen Electric Avenue Studio, teils im Kiikala Center of the Universe Studio Complex von Lauri Kallio, entstand im Frühjahr 2025 »Selenites, Selenites« –
das erste Album der Jimi Tenor Band.
Als Multiinstrumentalist, der mühelos eine Palette von Stilen von Electronica und Afrobeat bis hin zu Spiritual Jazz kombiniert, mit unverwechselbarer Handschrift, fand Tenor auch während der musik-
feindlichen Pandemie einen Weg: Er gründete eine neue Band, mit Musikern aus der Heimatstadt Helsinki. Nach zahlreichen Kollaborationen von
Tony Allen zum UMO Helsinki Jazz Orchestra, zu Kabukabu und Freestyle Man, war das der gute
nächste Move: Da Proberäume und Studios nicht zugänglich waren, fanden die Proben mit Eeti Nieminen, Heikki Tuhkanen, Ekow Alabi Savage
und Lauri Kallio in Jimis Küche statt. Zunächst
ohne Instrumente, als reine A-Capella-Proben, so
und bis heute singen alle Bandmitglieder bei den
Live-Konzerten.
Die Aufnahmen für das Debütalbum der Band begannen in Lauri Kallios Studio in Kiikala, Finnland, einem verlassenen Haus mitten im Nirgendwo. Lauris Eltern kochten für alle mit lokalen Zutaten aus Wald und Umgebung, es gab Pfifferlinge und Elchfleisch. Nach zwei ersten Sessions wurden die Aufnahmen
an das Label Bureau B in Hamburg geschickt, das die
Band zu einer mehrtägigen Session mit Tobias Levin
in sein Electric Avenue Studio einlud. So entstanden schnell, oft mit einem einzigen Take, die Songs, aus denen nun »Selenites, Selenites« besteht. Und wie
so oft in der Welt von Jimi Tenor geht es um Raum, Dimensionen und – natürlich – Liebe, in einer beein-
druckend bewegenden Musik, mit einem unverfälsch-
ten rohen Sound. Die Jimi Tenor Band ist damit jetzt
auf Tour und wieder live im Westwerk.
Supported wird die Jimi Tenor Band von Friberty.
Im Namen klingt es an, von keinem Unbekannten, nämlich von Jens Friebe, der erstmals mit seinem
neuen pompös minimalistischen englischsprachigen Soloprojekt auftritt. Als Synthesizer-Singer-Songwriter, allein in der Welt minimalistischen Pomps, mit viel räudiger Glorie und den angespitzten Texten, über das persönliche und das politische Herz in Zeiten kurzer Zündschnüre und langen Covids, die ihn nun auch international einzigartig machen können und könnten und sollen und sollten.
Foto: Geboren Wustmann
Jimi Tenor
sax, flute, vocals, keyboards
Ekow Alabi Savage
drums, percussion, vocals
Eeti Nieminen
drums, percussion, vocals
Heikki Tuhkanen
trombone, tuba, vocals
Lauri Kallio
guitar, bass, vocals