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Wahrnehmungshorizonterweiternd.
Ihr bald fünftes Jahr im Westwerk, der alten
40er-Jubilarin, starten Audible Instances mit einem doppelten Konzert. An diesem Abend bildet sich ein Quartett – zum ersten Mal in dieser Konstellation und somit ganz und gar frisch – worin das ungewöhnliche String-
ensemble aus Cembalo, Đàn bầu und Kontra-
bass, gespielt von Elena Khurgina, Tam Thi Pham und John Hughes, und der hochsensible Perkussionist und Schlagzeuger Jeff Arnal sich verbinden.
Das zweite feine Ereignis wird uns ein im Gegensatz hierzu reichhaltig eingespieltes Duo, nämlich Birgit Ulher und Gregory Büttner, zu Ohren bringen. Sie spielen seit einiger Zeit immer wieder zusammen und verweben und kombinieren für uns ihre Klangschaften recht diverser Herkunft aus präparierten Spiel-
techniken, Lo-Fi und Computertechnologie.
Und noch eine Vorankündigung: Audible Instances wollen es sich in ihrem fünften Jahr nicht nehmen lassen, unserem allgemeinen Wahrnehmungshorizont ein paar erweiternde Komponenten hinzuzufügen. Unter dem Namen Intermission wird Audible Instances im Mai mit einer Ausstellung von Arbeiten mehrerer Künst-
lerinnen und Künstler als Begleitung zu und begleitet von mehreren Konzerten das gesamte Haus, Halle und Bar bespielen. Mehr dazu in Kürze. Wir freuen uns darauf.
Tam Thi Pham ist eine vietnamesische Multimedia-Komponistin, Improvisatorin und Performerin. Sie lebt in Hamburg. Durch die Verschmelzung von Technologie und Tradition, Poetik und Politik sowie Klang- und Bildwelten schafft Pham eine integrierte Ausdrucksform, in der Musik und Performance untrennbar miteinander verbunden sind. Sie hat sich intensiv mit den einzigartigen Klängen und erweiterten Spieltechniken der Đàn bầu, eines traditionellen vietname-
sischen Instruments, auseinandergesetzt und diese in freie Improvisation und Komposition integriert.
Elena Khurgina ist eine in Hamburg lebende Cembalistin mit Schwerpunkt auf Alter und Neuer Musik, freier Improvisation sowie interdisziplinären Projekten. In ihrer Arbeit erforscht
sie die Ausdrucksmöglichkeiten historischer Instrumente im zeitgenössischen Kontext.
John Hughes ist Kontrabassist, Komponist und Konzert-
veranstalter, er lebt in Hamburg. Seine Kompositionen für Solo-Kontrabass verbinden kompositorische Elemente, die technische Herausforderungen an die Interpreten stellen und unbestimmte oder frei improvisierte Passagen. Seit seiner Ankunft in Hamburg hat John viele Konzertreihen organisiert, die Plattformen für freie improvisierte Musik, Jazz und Freejazz waren und sind.
Jeff Arnal ist ein amerikanischer Perkussionist, dessen Werk für sein »ballettartiges Zeitgefühl und seinen fantasievollen Umgang mit Klangfarben« (The Wire) bekannt ist. Arnals Performances waren auf bedeutenden Festivals wie Big Ears und Vision Festival sowie in Veranstaltungsorten wie PS 122, Joyce SoHo, dem Danspace Project in der St. Mark’s Church, der Chocolate Factory und der Judson Church zu erleben.
Gregory Büttner spielt Klänge aus einem Computer über einen kleinen Lautsprecher ab, den Birgit Ulher als Dämpfer für ihre Trompete verwendet. Auf diese Weise werden die Trompetenklänge und die elektroakustischen Klänge durch den akustischen Resonanzkörper der Trompete moduliert. Die Trompete fungiert hier gleichzeitig als Sender und Empfänger. Das in Hamburg ansässige Duo spielt seit 2008 zusammen und trat sowohl regional als auch international auf Festivals und in Veranstaltungsorten auf. Ihre erste Veröffentlichung »Tehricks«, eine Mini-CD mit drei Titeln, erschien bei 1000füssler, und eine CD in voller Länge, »Araripepipra«, wurde vom Londoner Label Hideous Replica veröffentlicht.
Fotos: Thắng Lê-Phước, Yuri Akbalkan, Juliane Schütz, Cristina Marx_Photomusix, Gunnar Lettow