WESTWERK.
Admiralitätstr. 74
20459 Hamburg
Alle Räumlich-
keiten Westwerks sind barrierefrei
zu erreichen.
Westwerk wird freundlich unter-stützt von der Behörde für
Kultur u. Medien Hamburg.
Westwerk ist Mitglied im Clubkombinat Hamburg e.V.
▶ Filmabend mit musikalischer Begleitung
Donnerstag | 18. Dezember 2025 | 20 Uhr
Durch die Nacht mit Wanda Wandalis
und die Krossen Kerle
Die Grenzüberschreiterin.
Die Hamburger Malerin und Zeichnerin, Regisseurin und Darstellerin Pachet Fulmen hat schon zu Beginn ihrer künstlerischen Entwicklung versucht, die Grenzen ihrer Themen zu erweitern und ästhetische Standards in Frage zu stellen. Wie es Belinda Grace Gardner ausdrückt, »rückt Pachet Fulmen der beängstigend bequemen gängigen Ordnung der Dinge mit Horror und Komik buchstäblich zu Leibe. Dies ist die eigentliche Bedrohung, die sie in den gezielt drastischen Gegenbildern ihrer multimedialen Kunst mit aller gebote-
nen Brutalität, dabei witzreich und burlesk beleuchtet: die Unfreiheit repressiver weiblicher Muster(un)gültigkeiten, aus denen sie in jeder ihrer künstlerischen Äußerungen immer wieder aufs Neue ausbricht.«
Nach der Vorpremiere des Films im März schrieb Wilfried Hippen in der taz Nord:
»… der Hauptgang des Films ist der im Titel versprochene Bummel ›durch die Nacht‹,
bei dem Wanda Wandalis eine ganze Reihe von Jungs und Männern trifft, die ihr vor die Füße fallen. Mal in einer Bomberjacke, mal in extrem hochhackigen Schuhen (in denen Pachet Fulmen nach eigenem Bekunden ständig umzuknicken drohte) trifft sie Sport-
wagenfahrer, Esoteriker und HipHopper, die in ihren Songs begeistert über sie rappen.
Ein Posaunenspieler spielt an einer nächtlichen Straßenecke solo eine Serenade für sie,
und eine Gruppe von 14-jährigen TikTokern bringt sie dazu, ihre Handys zu begraben, in
den nächtlichen Sternenhimmel zu schauen und gemeinsam einen Baum zu umarmen.
(…) Und immer wieder verwandeln sich die Spaziergänge durch das nächtliche
Hamburg in Musikvideos, von denen eines mit dem Titel ›Tiefsee Baby‹ bei der Vorstellung sogar als Vorfilm gezeigt wird. Die Multimediakünstlerin Pachet Fulmen hat sich mit
ihren Ölbildern, Installationen, Performances und Kurzfilmen als ästhetische Grenzüber-
schreiterin einen Namen gemacht.«