WESTWERK.

WESTWERK.

Eröffnung | Donnerstag | 4. Dezember 2025 | 19 Uhr

Einführung von Nina Reiprich | Behörde für Kultur und Medien,
INTRO-Förderprogramm
| 20 Uhr

Ausstellung | 5. bis 7. Dezember 2025 | 15 bis 19 Uhr

2025

Wenn es Nacht wird in Hamburg.

Der Maler und Zeichner Vladimir Seleznev
kam 2023 aus Russland nach Hamburg und war
von 2024 bis Mitte 2025 für ein Jahr Stipendiat des INTRO-Programms der Behörde für Kultur und Medien in Hamburg. INTRO ist seit 2019 ein Förder-
programm für geflüchtete Künstler:innen, mit dem prekäre Umstände zumindest temporär aufgefangen werden, sodass für die Geflüchteten, wie auch sonst für Stipendiat:innen, mehr Zeit für die künstlerische Entwicklung verbleibt. Das Verfahren ist hier aber so, dass die Institutionen – wie Kunstverein, Kampnagel, Schauspielhaus oder eben Westwerk – die Anträge stellen, für die Künstler:innen und für sich selbst. Das Wissen und das Verständnis darum, auf welche Weise sie ihre Kunst vermitteln können, ist ein wesentliche Motor der Kunstschaffenden, gleichgültig, ob es um Film, Theater oder bildende Kunst geht. INTRO strebt so einen wirklichen interkulturellen Austausch an,
in dem künstlerische Arbeit auf Augenhöhe gezeigt und zur Diskussion gestellt wird.

Metropolis Hamburg

Im Laufe eines Jahres leitete Vladimir Seleznev Workshops zur Theorie und Praxis der zeitgenössi-
schen Kunst. Teilgenommen haben zwei Gruppen
von Menschen mit Migrationserfahrung, die in Hamburg leben: Jugendliche und Erwachsene. Das Ergebnis dieser Arbeit ist die Ausstellung »Metropolis Hamburg«, die der Künstler gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmer:innen realisiert hat. Sie ist Hamburg als neuem Zuhause für alle gewidmet – sowohl für die Teilnehmenden als auch für den Künstler selbst.

»Metropolis« ist eine der bekanntesten Arbeiten
des Künstlers. Verschiedene Versionen dieser
Installation wurden bereits in Jekaterinburg, Seoul, Sankt Petersburg, Den Haag und anderen Städten gezeigt. Das Werk funktioniert mit zwei Beleuch-
tungsmodi. Bei eingeschaltetem Licht sieht der Betrachter einen Haufen Müll: Flaschen, Kartons, Verpackungen von Alltagsgegenständen, die den
Raum füllen. Allmählich erlischt das Licht – und auf den Oberflächen beginnt die Leuchtfarbe sichtbar
zu werden. Wenn der Raum völlig dunkel ist und
sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, verwandelt sich der Müllhaufen in eine erkennbare Stadtkarte: Straßen, Brücken, Flüsse, Plätze, berühmte Gebäude, Lichter in den Fenstern. Dann geht das Licht wieder an – und vor den Augen erscheint erneut ein Haufen Abfall.

Der Titel »Metropolis« verweist auf den Film von Fritz Lang sowie auf die modernistischen Träume
und Ängste, die mit dem Bild der Stadt verbunden sind. Es ist eine Stadt, gebaut auf Ruinen und Müll; eine Stadt, die jeder Bewohner aus seinen eigenen Abfällen erschafft; eine Stadt mit einer dunklen Seite. Die Installation »Metropolis Hamburg« wird in der großen Halle gezeigt, daneben präsentiert Seleznev weitere Arbeiten, die den Ort Hamburg in unter-
schiedlicher Weise zeigen.

Mitarbeit:

Herman Avramenko

Aleksandr Bakin

Nikita & Maria Berezin

Arkadii Chystiakov

Ariana Dierieklieieva

Gabriel @sgasp_

Liubov Kashchei

Artem Malyha

Oleksandr Matiuchin

Alina Neumerzhytska

Serhii Petliuk

Daria Polishchuk

Aleksandr Portniagin

Karina Sarian

Alisia Radova

Daryna Serdiuk

Ulia Shandurska

Saad Sumen

Daria Veselkina

Andrei Zhuravlev