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Worte. Nichts als Worte.
Worte. Nichts als Worte.
»Caprice des Dieux«
[Religion 12.12.2, Super 23.8.14]
Die Ausstellung »Caprice des Dieux« kombiniert Arbeiten der Künstlerinnen Lisa Busche (Köln), Brigitte Conesa (Nîmes) und Susann Körner (Hamburg).
Sie alle nutzen Worte als Grundlage oder Ausgangspunkt ihrer Arbeit, abstrahieren sie entweder inhaltlich oder formal, so dass lediglich Text-, Wort- oder Buchstabenfragmente übrigbleiben. Die aus dem Alltag entnommenen Gegenstände, wie Auberginenschalen, um Buchstaben zu formen oder Kassenbons, um Gedichte zu erstellen, entfalten eine ganz eigene Poesie. Vermeintlich archäologische Fundstücke und Formfragmente an Wänden deuten Geschichten an. Doppeldeutigkeiten entstehen.
Hinter dem Titel der Ausstellung verbirgt sich ein einfacher französischer Käse, dessen Eintrag in einem Kassenbonwortschatz zu finden ist. Schlagen Sie nach unter Religion 12.12.2 und Super 23.8.14. Spuren, Zeichen, ein Abdruck an der Wand – doch wohin dies führt, sehen Sie am besten selbst!
Lisa Busche:
Mein Ausgangspunkt für die Ausstellung im Westwerk ist ein Wort, dessen Buchstaben jedoch soweit abstrahiert wurden, dass lediglich auf die Wand aufgetragene Formfragmente übrig bleiben. Diese umrahmen vermeintlich archäologische Fundstücke, bei denen es sich jedoch um im Herstellungsprozess der Malerei anfallende Reste handelt. Diese unterschiedlichen malerischen Spuren erzählen eine geheime Geschichte — von jenseits des Meeres …
Brigitte Conesa:
Im Westwerk stelle ich Impressionen und Formen aus, die ich realisiert habe, indem ich von Resten ausging. Auberginenschalen werden zu Buchstaben, die Worte selbst umgewandelt in fotokopierte Fotografien, diese wiederum untereinander kombiniert. Monotypien auf Papier, deren wiederholte Gesten (Umrisse der Hand, Spuren der Presse) Folgen ungeordneter Variationen ergeben.
Susann Körner:
Kassenbons, diese kleinen Papierstreifen und ihre Restsprache, bedingt durch die EDV-Erfassung, sind mein Quellenmaterial. Aus ihnen erstelle ich Reime, abstrakte Geschichten oder Texttafeln und Sinnblöcke und interpretiere damit eine sprachliche Welt neu. Diese sind als Bilder und Tableaus zu sehen, als Kassenbon-Installation und auch zu hören in einer Lesung.
Lisa Busche, Brigitte Conesa & Susann Körner
Eröffnung: Donnerstag, 1. April 2010
Ausstellung: 2. bis 11. April 2010
Zur Eröffnung fand eine Lesung der Kassenbon-Texte statt.