1. Lightnin’ started flashin’ and thunder started crashin’

 
 
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Wlodek Bzowka

Vernissage: Freitag, 12. Juni 2009

Ausstellung: 13. bis 21. Juni 2009

Finissage: Sonntag, 21. Juni 2009

 

(1979—2007)

»Shhhoooh … white lightnin’«

mit einer Videoinstallation von Charlotte Jaus

Zur Eröffnung spricht Hajo Schiff.


Seine letzte Ausstellung zeigte der Hamburger Künstler Wlodek Bzowka im Sommer 2007 im Westwerk. Als er wenige Monate später während eines Arbeitsaufenthaltes in Tokyo im Alter von nur 28 Jahren tödlich verunglückte, endete damit nicht nur das Leben eines einzigartigen, nach wie vor schmerzlich vermissten Menschen, sondern auch eine künstlerische Laufbahn, die gerade erst begonnen hatte und doch schon Vieles versprach. 


Nun erinnert eine Ausstellung an dieses Versprechen und versammelt Werke aus den erstaunlich produktiven letzten Lebensjahren des Künstlers. Zu sehen sind Arbeiten aus der Serie »Rear Window«, in denen Wlodek Bzowka seit 2004 den Charakter des Kunstwerks als »leibhafte Epiphanie«  (Theodor W. Adorno) thematisierte: Im Oszillieren zwischen monochromem Farbraum und virtuos ausgearbeitetem Motiv zeigt sich hier das Wechselspiel von Erscheinen und Verschwinden, von Zeigen und Verbergen, das alle ästhetischen Objekte miteinander teilen. In seiner Diplomarbeit »Fläche und Raum im Quadrat« erweiterte der Künstler dieses Konzept um eine Analyse möglicher Verhältnisse von Malerei und Raum. Seit 2005 beschäftigten den Künstler zunehmend Fragen nach der Möglichkeit einer malerischen Position im Zeitalter des digitalen Bildes. Screenshots aus Computerspielen bildeten das Ausgangsmaterial für eine immer differenzierter werdende Analyse der hybriden Bild- und Formenwelten virtueller Medien. In seiner jüngsten Serie überführte Wlodek Bzowka digitale Bildsequenzen (die eigene Spielfigur im Moment ihres Zerfalls) in stark abstrahierte, farbige Cuttings, die als Kippfiguren erneut das Verhältnis von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit thematisieren. 


Wlodek Bzowka konnte sein letztes, in Tokyo begonnenes Projekt nicht vollenden. Diese Leerstelle wird in der Ausstellung durch eine Arbeit von Charlotte Jaus aufgegriffen, die dem Künstler gewidmet ist. Die Videoinstallation »nippon [reali′ty]« (mit Ton von Claudia Mattai del Moro) zeigt Momentaufnahmen der japanischen Metropole und ist zugleich eine Auseinandersetzung mit Fragen der Wahrnehmung und ihrer Bedingtheit durch kulturelle, emotionale und soziale Prägung.