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Tagundnachtgleiche.
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HAMBURG e.V.

Aus der Reihe
Ausser der Reihe
Eröffnung: Fr, 14. Juni 2013, 19 Uhr
Installationen & Performances:
15. bis 23. Juni 2013, täglich außer Mo 14–20 Uhr & 22–5 Uhr
Letzter Tag: So, 23. Juni 2013, 20 Uhr
»Shaoxing Lu/
Sample Return«
Installation in mehrfacher Faltung
Ulrich Polster (Visuals)
Boris Vogeler (Visual Sampler, Soundscape, Regie)
Fraktion Freundlich
The Heffels
Fee Kürten
Inga Kugler
niedervolthoudini & e_mol
Süman To
Xiaoxiang u. a.
Shaoxing Lu, eine kleine ruhige Straße in der ehemaligen französischen Konzession in Schanghai, war über mehrere Jahre Ausgangspunkt für Künstler und ihre Arbeiten zu »Traum«, einem umfangreichen Projekt über die unterschiedlichen Werden und das Nichts im kommunistisch-kapitalistischen China.
Ulrich Polster nutzte während mehrerer Aufenthalte für seine Arbeit an »Traum«/»Unstern« die Stunden zwischen den Tagen in der Shaoxing Lu Nr. 4, um nächtliche Blicke in die Nachbarschaft festzuhalten. Shaoxing Lu bildet auf mehreren verteilten Screens die Zeit dieser Nachbarschaft in Polsters ganz spezifischer und intensiver Form der Langsamkeit und der Überraschung ab.
Boris Vogeler, Initiator und Produzent von »Traum«, faltet diesen Blick wiederum mit seiner konstanten Arbeit über »Probengewinnung« um eine generative Installation visueller und akustischer Übertragungen von der ersten Mondlandung – genannt Sample Return Mission.
Die Ausstellung ist in zwei getrennten Abschnitten zu sehen:
Der Tag – als Zeit der Arbeit, der Abwesenheit und des Schlafs. Und die Nacht bis zum Morgengrauen – mit den wechselnden und wiederkehrenden Momenten des Wachens, der Blicke, der Geräusche und Gerüche, der nahen Stimmen und des Mahjong-Spiels. Die lange Dauer und zeitliche, räumliche und klangliche Spannung zwischen den Elementen wandeln unsere Wahrnehmung von Zeit, Material und die unserer eigenen Position im Raum. Einzelne Elemente dieser Nachbarschaft dringen in diesen Nächten mit ihrer Wirklichkeit des Werdens und des Nichts in die Ausstellung ein.
Die Nächte
Die Bar ist durchgehend geöffnet –
die Überreste jeder Nacht verbleiben!
Samstag, 15. Juni 2013, 23–3 Uhr, Bar/Halle:
The Heffels Nightplay
Die mysteriösen und geheimen Heffels, Hamburger Urgespinst aus Improvisation und Song, sind gefordert, die erste der acht Nächte zu durchwachen und dabei ihre Formen sacht in den Räumen und unsere schweren Gedanken zu zerstreuen.
Sonntag, 16. Juni 2013, 23–5 Uhr, Bar/Halle:
Fee Kürten, Inga Kugler
& Boris Vogeler
»Eine Stimme, die Schusterin und die Liste des Streitens – Gymnastik im Morgengrauen«
Die zweite Nacht gehört Fee Kürten (Tellavision/Lada) mit ihrer Stimme, der Suche und der Vergessenheit, Inga Kugler sammelt die Reste der Zeit ein, welche die Schusterin an der Ecke zurück lässt, wenn sie das Schuhwerk der Passierenden erhält und das Ein- und Ausgehen in den Wohnblock überblickt, und nicht zuletzt Boris Vogeler, der in solcher Nacht den Schlaf sucht, aber eine nicht endende Liste des Streitens erfindet. Diese Nacht endet wie alle Nächte im Morgengrauen, Zeit in der ein jeder versucht, mit seiner Form der Übung den eigenen Körper in den Tag zu bringen.
Dienstag, 18. Juni 2013, 22–5 Uhr, Bar/Halle:
Boris Vogeler
»Die Flagge rot tönen & Disput«
Boris Vogeler fordert alle auf, konfrontativ zu sein und – die Liste des Streitens laut lesend – seinen rot gefärbten inneren Raum mit Stimmen zu bevölkern. Wirklichkeit dringt ein – und entweicht mit ihrer unausweichlichen Gewalt …
Mittwoch, 19. Juni 2013, 23–5 Uhr, Karaoke-Bar:
niedervolthoudini & e_mol
»Zero Reality KTV«
niedervolthoudini & e_mol sollen uns in der vierten Nacht mit dem unausweichlichen Karaoke und seinem unwiderruflichen Geschehen in der KTV-Bar das Nichts an Wirklichkeit lieben lernen lassen.
Donnerstag, 20. Juni 2013, 22–5 Uhr, Bar:
Majiang – Re’nao
Re’nao lässt sich in einem Sinne übersetzen mit Trubel, und um in diesen Zustand zu gelangen, gehört die fünfte Nacht dem Spiel, das eine ganze Nacht hindurch unaufhörlich Klacken und Aufschreie produziert. Spielt mit! Wer dabei schlafen kann, ist angekommen.
Freitag, 21. Juni 2013, 22–5 Uhr, Halle/Küche:
Traum: Essen Trinken Spielen
Eine Küche zieht ein in der Bar und beschickt den einen großen Tisch in der Halle mit Speisen, an der eine Gruppe von Leuten die Nacht vertreibt, mit dem Reden zwischen den Sprachen, über Heterotopien gegen Utopien, mit Fingerspielen und viel Alkohol in der kürzesten Nacht des Jahres. Traum ist ein Zeichen, um Leben zu beschreiben. Alles wird in Bild und Ton
festgehalten. Für unsere Besucher wird in der Bar serviert – es gibt Dimsum …
Samstag, 22. Juni 2013, 23–5 Uhr, Halle/Bar:
niedervolthoudini (Fraktion Freundlich)
niedervolthoudini, das einzige Kollektiv der Wirklichkeit, werden ihre Fraktion Freundlich schicken, um in der vorletzten Nacht die Klänge der Installation einzusammeln und zu formatieren, zu überspielen, schlafenzulegen – und vielleicht ein paar Platten aufzulegen.
Sonntag, 23. Juni 2013, 20–2 Uhr, Bar:
Letzter Tag
Film »Traum – Sample Return«
Die letzte Nacht kehrt langsam Ruhe ein. Die Bar zeigt einen Film von dem, was zu sehen war, in der Halle kehrt die Installation zu sich selbst zurück. Wir trinken.





28. Juni 2013:
Urban Homes & Young Hare
(Konzert)
30. Juni 2013:
Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp
(Konzert)
5. Juli 2013:
Thurston Moore’s
Chelsea Light Moving
(Konzert)
20. Juli 2013:
The Heffels
(Konzert)
in Planung