Westwerk.
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ie letzten Teppichhändler und Banderolendrucker räumten das Westwerk schon 1985, um ihre alte Werkstatt einer Bande quirliger junger Künstler, bestehend aus Malern, Fotografen, Autoren, Filmemachern und Musikern zu überlassen. Dieser magische Ort ist also so lange in der Stadt wie ich selbst und genauso lang und wild werden dieses Haus, seine Mannschaft und deren Kinder von mir verehrt. »Hier will ich wohnen, ruft mich an!« kritzelte ich 1987 mit Edding an die Tür und fügte noch meine Festnetznummer dazu, doch niemand rief mich je zurück. Westwerk, Du kratziger Hals! Wir brauchen Dich! Heute, morgen, übermorgen, immer! Denn wer damals wie heute vor der massivsten Clubtür der Stadt steht, findet sich konsequent inmitten schiefer Köpfe. Hier stehen die schönsten und klügsten Frauen und diskutieren in groben Stiefeln mit abgelegten Professoren. Junge Maler im englischen Tweed tanzen zu HGichtT, Wild Billy Childish oder Chicks on Speed. Die älteren Männer tragen Bauch, Rauch und Bier, doch ginge man dicht an ihnen vorüber, hörten wir auch aus ihnen die Kunst sprechen. Dazwischen ihre zwitschernden Kinder, deren blasierte Freunde, aber immer Kunst, Kaputtes und Berauschendes. Das ist das Westwerk.

Ein diskreter Ort der kulturellen Unruhe, eine künstlerische Gemeinschaft und Drehscheibe für Experimente, Austausch und Fantasie in Kunst, Musik und Sprache. Dieser Unruheraum mit den dicksten Bohlen der Stadt liegt im Herzen Hamburgs zwischen Steigenberger und Schönheitsklinik. Ein Reservat der Unvernunft mit eigensinnigen Krägen, die das Besondere in der Kunst erkennen, pflegen und befördern, immer kontrovers, uneigennützig und um der Sache selbst willen. Kaum denkbar in dieser Umgebung, aber noch schwerer wegzudenken aus der Clubszene Hamburgs, die ja aus wertvollen Reservaten besteht. So wie sie steckt auch das Westwerk von früh bis spät in der Konzeption, erfindet und findet sich, spielt, präsentiert, tanzt, verkabelt und betrinkt die junge Kunst, Musik, Performance, Literatur, Theater und Film aus dem In- und Ausland. Jährlich finden im Westwerk etwa 20 Ausstellungen statt sowie 25 weitere Veranstaltungen. Nur wenige Eingeweihte wissen, dass das Westwerk auch über eine Kunstsammlung verfügt, dass hier Familien gegründet und Kinder geboren wurden. Ich bedanke mich bei euch, denn ich habe hier so viele kleine Konzerte, Filme, Ausstellungen, Diskussionen, DJs und Parties gesehen, getrunken und gelesen, dass aus einem Teeniezombie tatsächlich ein Mensch wurde.

Andrea Rothaug, Februar 2012

Danke für die Komplimente, die auch im Clublexikon
der Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg erscheinen.

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Helgoland, 2010.